Jugendliche der Yunus-Emre-Moschee werden am Sonntag, 16.12.2018 - 14.30 Uhr, Sickingmühler Straße/Ecke Haardstr., 45768 Marl-Brassert ihren neuen Film vorstellen.

Vor 1 Jahr zeigten sie mit imposanten Bildern und Gesprächen das Ankommen der ersten Gastarbeiter für Deutschland aus der Türkei, sowie das Leben in den folgenden Generationen. Die "Alten" saßen dabei draußen auf der Terasse der Moscheegemeinde und ließen ihre Gedanken schweifen. Eingebaut in den Film immer wieder Fotos von der Reise und den ersten Schritten hier in Marl! Dazu die Söhne und Enkel, die stolz von ihren Wegen an Schulen und Ausbildungsplätzen berichteten.

Schon nach dem Film fragten wir die Anwesenden nach ihren Kindheitserfahrungen - die Mütter und die Jüngeren.

Daraus ist wohl dieser wieder beachtenswerte Film entstanden:

"Jüngere fragen - Ältere erzählen: unsere Kindheit"

- Dokumentarfilm, entstanden durch viele Interviews mit Menschen in der Moscheegemeinde und der Freizeit

Ganz herzlich möchten wir Sie zur Premiere am Sonntag, 16.12.2018 um 14.30 Uhr in die Yunus-Emre-Moschee einladen.

gez. Beatrix Ries 

 


Gastmahl am 12.12.18 im Rathaus Marl

Foto: Stadt Marl / R. Effelsberg

Hier der Bericht der Stadt Marl als PDF

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  1. Abrahamsfest Marl/Kreis Recklinghausen

www.abrahamsfest-marl.de                                                              30.11.2018

 

Pressebericht mit Fotos: Zweite Rundreise: „Jugendliche erklären Kindern ihr Gotteshaus“. In Zusammenarbeit mit der Willy Brandt Gesamtschule Marl. Erfolgreiche und berührende Halbtags-Reise am MI 28.11.2018

Wie bereits im Anschluss an die 1. Rundreise vom 14.11.2018 berichtet: Nichts ist besser, als wenn ältere Jugendliche  jüngeren Schülerinnen und Schülern ihr Gotteshaus erklären und dabei auch vermitteln, warum sie in ihrer Gemeinde selber aktiv sind. Hier kommt mehr rüber als wenn Erwachsene es erklären. Es ist sehr wichtig, dass Gleichaltrige sich kennen lernen in den aktuellen Stimmungen im Lande, wo Trennendes leider über Gebühr besprochen wird. - Im Rahmen des 18. Abrahamsfestes erlebte eine Klasse der Jahrgangsstufe 10 der Willy Brandt Gesamtschule Marl die Kirche St. Georg in Marl-AltMarl, die Fatih-Moschee in Marl-Hamm und die Synagoge in Recklinghausen. Unterwegs gab es in der Fatih-Moschee auch eine Mittagspause bei Pizza und Getränken. Sie wurden begleitet von Annika Neumann und Ludger Wulf, beide unterrichten an der Willy Brandt Gesamtschule. Beide hatten alles u.a. auch mit Beatrix Ries (18.Abrahamsfest/eine der Sprecherinnen der CIAG Marl) und mit Hartmut Dreier (ebenfalls Abrahamsfest/CIAG-Marl) und den jeweils Verantwortlichen in den drei Gotteshäusern (Beatrix Ries , Imam Bünyamin Gedik, Vorbeter und Kantor Isaac Tourgman) vorbereitet.

Die Begegnung mit Jugendlichen aus den drei Abrahamitischen Gemeinden ist die leitende Idee beim Abrahamsfest und den beteiligten Schulen; daran wird aufgrund der Erfahrungen in 2018 im Blick auf das kommende 19. Abrahamsfest im Herbst 2019 gearbeitet.

Fotos: Ludger Wulf

Text: Hartmut  Dreier


"Niemand ist klein und Nichts!"

  1. Abrahamsfest 2018

 

Bericht: 18. Abrahamsfest in der Familienbiliothek Kinderbücherei „Türmchen“ Marl: Helga Ahlert liest ihre neue Fabel „Das kleine Nichts“.

Am 16. Nov 2018 machten sich die jüngeren Kinder der Goethe-Grundschule in Marl-Brassert auf den Weg zum „Türmchen“, die angesehene Bücherei für die Kinder in Marl. Ihr neues Buch „Das Kleine Nichts“ stellte Helga Ahlert diesen Schulkindern vor. Sie ist darin sehr erfahren und einfühlsam, weil sie als Marler Künstlerin schon seit Jahren unterwegs ist mit immer neuen kreativen Erzählungen und Fabeln  ebenso mit ihrer Puppenspielkunst, zusätzlich zu ihren Aktivitäten  in Städtepartner-schaftsvereinen. In diesem neuen Buch „Das kleine Nichts“ geht es um ein nichtssagendes, kleines, leichtes Stückchen Holz, was auf einem See schwimmt; es fühlt sich zu nichts nütze. Eines Tages verändert dieses kleine Nichts alles im Zusammenspiel mit einem Vogel und einem Fisch.

Diese Fabel fiel Helga Ahlert eines Tages bei einer Reise ein. Sie machte daraus ein wunderbares Bilderbuch zum Vorlesen und drin-Blättern. An dem Buch sind viele beteiligt: In der der Marler Glück-auf-Förderschule malten junge Menschen dazu passende Bilder.  Lioba Anna Balk illustrierte. Helgas Tochter Nicole Ahlert – selber eine versierte Musikpädagogin und Chorleiterin im Kreis Recklinghausen – gestaltete das Layout, nachdem Menschen aus den Partnerschaftsvereinen und der CIAG = Christlich Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl diese Fabel übersetzt hatten: ins Englische, Französische, Türkische, Ungarische, Polnische; Beatrix Ries fädelte solche Übersetzungen ein.

Inzwischen lesen in Marl Kinder in diesem Vorlesebuch in 6 Sprachen. Es ist unterwegs in die Partnerstädte Marls. Und Helga Ahlert kündigt bereits ihr nächstes Bilderbuch an „Der einsame Apfel“.

Die Kinder der Goetheschule unterhielten sich eine Stunde lang über ihre Lebenspläne und Erfahrungen. Helga Ahlert: „Niemand  ist klein und ist nichts“.

Gez. Hartmut Dreier

 


Foto: H. Dreier

  1. Abrahamsfest

Bericht:

Das 18. Abrahamsfest im Grimme-Institut Marl: „Kino – echt anders“

Am 20. Nov. 2018 vormittags bevölkerten rund 100 Kinder der beiden benachbarten Grundschulen im Marl-Drewer: Martin Buber und Aloysius das Grimme-Institut. Hier zeigten die beiden Grimme-Fachleute Aycha Riffi und Stefan Schröer zwei Filme, die  zum intensiven Gespräch miteinander anregten. So will es das Format „Kino – echt anders“:

Gezeigt wurde zunächst der Film: Nieuw/Alles Neu! Von der niederländischen Filmemacherin Eefje Blankevoort (von 2014). Die Story: Tanans (8 Jahre) dachte immer: Die Weißen malen sich weiß an. Jetzt ist er mitten unter ihnen und wohnt zum ersten Mal in einem richtigen Haus. Tanas kam aus einem Flüchtlingslager in Uganda nach Holland. Mit großen Augen erkundet er seine neue Heimat und hört, wie die Menschen sprechen. Er wundert sich oft, denn ihre holländische Sprache kling oft wie „chrr“. – Frage: Wird das Leben nun endlich gut?

Dieser Film wurde vielfach ausgezeichnet.

Nach einer Gesprächsrunde folgte wie vorher verabredet der andere Film:

199 Kleine Helden: Zozooloi aus der Mongolei.

Filmemacherin: Sigrid Klausmann-Sittler (von 2018)

Die Story: Kein Strom, kein Internet: Wenn Zozooloi nach Haus kommt, kehrt sie in ein anderes Zeitalter zurück. Ihre Eltern leben als Nomaden im Altai-Gebirge in der Mongolei. Se ist gerne zuhause aber hat sich doch an das Leben in der Stadt gewöhnt, wo sie die Schule besucht und im Internat lebt. Voller Sorge beobachtet sie, wie sich das Klima in den Bergen immer mehr verändert, das Eis schmilzt und Wasser wird knapp „Wenn das so weiter geht, gibt es bald keine Nomaden mehr“, sagt sie.

Die Grundschulklassen 3 und 4 waren beeindruckt – von diesem Ausflug ins Grimme-Institut und von dem, was sie dort erlebten.

Die Verantwortlichen vom 18. Abrahamsfest (Beatrix Ries und Hartmut Dreier)  und vom Grimme-Institut (Aycha Riffi und Stefan Schröer)  machten zum Schluss schon Pläne für Herbst 2019. Dann geht es beim 19. Abrahamsfest  um „Frieden“ – und mit älteren Schulklassen werden Filme zum Thema angesehen und diskutiert werden.

 


Foto: H. Dreier

18. Abrahamsfest Marl

www.abrahamsfest-marl.de                                                                            29. Nov. 2018

Pressebericht: Prof. Milad Karimi überzeugte und macht Hoffnung.

Am Dienstag, 27. Nov. 2018 war zu Gast in Marl einer der bekanntesten deutsch-sprachigen Muslime in Europa Prof. Dr. Ahmed Milad Karimi (Münster) zum Thema: „Eure Kinder sind nicht eure Kinder! Was es heißt, Kinder Abrahams zu sein.“ Im Rahmen des 18. Abrahamsfestes und in Kooperation mit der VHS „die insel“ Marl fand der Abend bei „Friedenswege e.V.“ in Marl-Drewer statt. Das frühere Klassenzimmer füllten die ca 60 Anwesenden, im anderen Klassenraum gab es in der Pause ein Buffet mit guten Gesprächen. Orahn Taskin (Marl) improvisierte auf der Bambusflöte auf Wunsch von Prof. Karimi.  Die Atmosphäre war in jeder Hinsicht „dicht“.

Karimi ist als 14-Jähriger mit seiner Familie aus Kabul in Afghanistan geflohen, über Indien, Russland und Kasachstan kamen sie nach gut 2 Jahren Flucht nach Deutschland. Milad Karimi wuchs in Darmstadt auf. Er bezeichnet sich als ein „Zwischenweltler“. In seiner Lebensbeschreibung (im Verlag Herder) beschreibt er seine Liebe zum Koran und zur Philosophie; 1979 in Kabul geboren  lehrt er heute als einer der jüngeren Professoren an der Uni Münster, am Zentrum für Islamische Theologie mit seinen rund 1.000 Studierenden der islamischen Theologie und Religionspädagogik. Auch in Marl machte Prof. Karimi Hoffnung.

Im Anschluss an den libanesischen Denker Khalid Gibran legte er dar: Kinder kommen zur Welt durch ihre Eltern aber sie gehören ihnen nicht sondern „ihre Seele wohnt im Haus der Zukunft“. Daher ist geht es darum, vom Kind her zu denken, aus der Perspektive von Kindern. Sie brauchen Schutz und hier betonte er eindringlich die Rechte der Kinder, ihre Bildung, friedliche Verhältnisse, die universal gültigen Menschenrechte. Er deutete Kinder im Koran wie Josef, Mose, Jesus, Abraham und Mohammed und verwies dabei auf die benachbarten heiligen Schriften Thora und Bibel. Die drei Abrahamitischen Religionen verehren einen gemeinsamen Gott; dabei spricht Karimi überwölbend nicht von „Jahwe“, „Dreieiniger Gott“, „Allah“ sondern vom „Ewigen“. „Wenn Du Dich auf Deine Religion berufst, musst Du Dich auf die anderen Religionen einlassen.“

Karimi äußert sich in dieser Weltepoche von Fundamentalismus und Terrorismus auch selbstkritisch zum Erscheinungsbild des Islam, weltweit und hierzulande. So bittet er – warmherzig wie er ist - die hiesigen Muslime, sich als Botschafter der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit für alle zu bewähren. „Als Angehörige unserer je eigenen Religion und Religionen haben wir eine gemeinsame Aufgabe für alle Kinder, Älteren, für alle Menschen“. „Was ist unser Glaube wert, wenn er nicht allen hilft?“  Jeder müsse sich darauf ansprechen lassen, Kind (gewesen) zu sein und alt zu werden. Flucht und Flüchtling – das sind Risiken oder Erfahrungen aller Menschen, auch weltweit heute. Karimi spricht praktisch, konkret – auch gegen Krieg, Intoleranz, Denken in schwarz-weiß. Dabei ist ihm wichtig: „Das Gute erwächst aus dem Schönen“. Schönes ist nach seiner Überzeugung Teil des Islam und der Abrahamitischen Religionen und eigne sich als Brücke zwischen ihnen – zum Wohlsein der Menschheit.

Gez. Hartmut Dreier

Die nächsten Veranstaltungen im 18. ABF: Freitag, 30. Nov 16 Uhr. Pizza & Filme. Ort: KBC – Kunterbuntes Chamäleon, G.Herwegh Str., Marl-Hüls

MI 12. Dez. 17 – 20 Uhr: Gastmahl zum 18. Abrahamsfest. Ort:Rathaussaal Marl

SO 16. Dez. 14.30 Uhr: Der neue Dokumentarfilm: „Jüngere fragen/Ältere erzählen – unsere Kindheit“. Ort: Yunus Emre Moschee, Sickingmühlerstr. 100 B.

 


18. Abrahamsfest Marl: der nächste Höhepunkt:

  1. Abrahamsfest Marl

www.abrahamsfest-marl.de                                                              18.11.2018

 

Presseankündigung:

Einladung zur nächsten großen Veranstaltung des 18. Abrahamsfestes Marl am Dienstag, 27. November 2018, 18.00 – 20.30 Uhr: Prof. Ahmed Milad Karimi (Münster): „Eure Kinder sind nicht eure Kinder! Was es heißt, Kinder Abrahams zu sein“. Vortrag und Gespräch. Im kulturellen Begleitprogramm ist Orhan Taskin (Marl) auf seiner Bambusflöte zu hören. Ort: Friedensweg e.V. Vereinsheim, Wiesenstr. 22, 45770 Marl-Drewer, Zugang über die Karl-Liebknecht Str. 12 – 14. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der VHS „die insel“ Marl. Eintritt: frei.

Der Referent Ahmed Milad Karimi lehrt am Zentrum für Islamische Theologie der Uni Münster/W. Er zählt zu den profiliertesten und bekanntesten Stimmen im Islam in Deutschland. 1979 in Afghanistan geboren und mit der Familie nach Deutschland geflohen, lebt er seit mehr als 25 Jahren hier und ist nun Professor. „Ein ungewöhnlicher Bildungsweg“, sagt er. Er weiß selber aus eigenem Erleben damals in Afghanistan, was es heißt Abschied zu nehmen. Er nennt sich einen „Zwischenweltler“.

Im Thema des Abends knüpft er an bei Khalid Gibran, einem andern „Zwischenweltler“ aus dem Libanon. „Eure Kinder sind nicht eure Kind. Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst“ (Gibran).

Kommen Sie rechtzeitig, die Veranstaltung beginnt pünktlich um 18 Uhr.Wer den Ort zum ersten Mal sucht, braucht vielleicht etwas länger.

Gez. Intisar Saif, Mona und Meriam Lihedheb, Beatrix Ries

Hier der Flyer  zum Vortrag als PDF

 Download this file (16. Abrahamsfest - 2017 - 4 - Sachbericht B korr.pdf)  Karimi-Flyer.pdf

Im musikalischen Rahmenprogramm spielt Orhan Taskin (Marl) auf der Flöte.


Interkulturelle Trainings im Abraham Haus Marl : "Wie Juden, Christen und Muslime leben und feiern".

Am 6.11.18 - tagsüber: Abraham Haus mit Mitarbeitern der Diakonie.

Am 7.11. - vormittags (9 - 12 Uhr) : eine Schulklasse und nachmittags (13 - 15.30 Uhr) eine OGS-Gruppe - beide von der Martin-Buber Grundschule Marl-Drewer

Am 8.11. - vormittags (9 - 12 Uhr) : eine Schulklasse und nachmittags (13 - 15.30 Uhr) eine OGS-Gruppe - beide von der Bonifatiusschule Marl-Brassert/Stadtmitte.

Ort: Abraham Haus, Karl-Liebkencht Str. 10, 45770 Marl-Drewer. 

Was passiert im Abraham Haus? In Trainings gehen die Schulkinder (oder Erwachsenen) in drei Untergruppen nacheinander durch jeweils einen jüdischen, einen christlichen und einen islamischen Raum, wo sie aus erster Hand etwas zum gemeinsamen, vorher verabredeten Thema erfahren. Solch ein Training beginnt und endet jeweils im Plenum. Beim Abschied fragen oft genug Kids: "Können wir morgen wieder kommen?"

Das Projekt wurde vor mehr als 10 Jahren in Krefeld in einem Projekt eines Jugendheimes in kath. Trägerschaft begonnen. Wir haben es für Marl in früheren Abrahamsfesten ausgeliehen und vor einigen Jahren in Marl von den Krefelder Erfindern übernommen, wobei der Ev. Kirchenkreis Recklinghausen finanziell aktiv wurde. Der katholische Kolpingverein in Marl-Drewer hat seitdem die Räumlichkeiten kostenfrei für das Abraham Haus zur Verfügung gestellt. Verantwortlich für das Abraham Haus: Jens Flachmeier mit Team, zu dem u.a. gehören: Lilia Vishnevetska und Katharina Novitzka, Beatrix Ries mit Günter Tewes und Roland Wanke und Ingo Janzen (als Verbindungsperson zum Ev.Kirchenkreis Recklinghausen) sowie Nazife Güner und Hasibe Koc.

In diesem November-Zeitraum des 18. Abrahamsfestes 2018  ist die Anmeldung für ein Training im Abraham Haus leider nicht mehr möglich. Für künftige Anmeldungen empfiehlt sich der Kontakt zu Jens Flachmeier, Tel. 0178 14 16 514.


Herzliche Einladung:

Ev. Frauenhilfe Marl-Hüls und  18. Abrahamsfest Marl:

 

         Heinrich Bücker

       (Pfarrer em., Recklinghausen)

 

   liest aus seinem Buch

 

  „Abraham und Sara,

       eine  Liebesgeschichte?

 

        Wann? Mittwoch, 7.11.2018 15.00 Uhr

        Wo?    Pauluskirche Marl-Hüls

 

Römerstr. 57 45772 Marl

 

  Musikalische Begleitung mit lyrischen Gesängen:

 Eintritt: frei


 

 

 

 

 

 

 

Marler Zeitung/Medienhaus Bauer, 9.10.2018.

Hier ein Link über die DKSB Veranstaltung am letzten Freitag:

https://www.youtube.com/watch?v=PCzkKT8giWk


18.Abrahamsfest Marl

Bericht:

Beim Familiennachmittag des 18. Abrahamsfestes in der Scharounschule beweisen Kinder ihre Kreativität.

Mit bunten Mitmachaktionen lockte der Familien-Nachmittag des 18. Abrahamsfestes am Sonntag in der Scharounschule viele Kinder und Jugendliche an. Es gab zahlreiche Spielstationen und Info-Stände. Außerdem konnten die Mädchen und Jungen an kreativen Workshops des Begegnungszentrums Intercent, des Kulturvereins Raduga und des Nachbarschaftszentrums Hüls-Süd teilnehmen oder sich einen Dokumentarfilm  der Yunus Emre Moschee ansehen.

Für Groß und Klein fanden Führungen durch die Scharounschule statt, die die Aloysius- und die Musikschule der Stadt Marl beherbergt. Theo Laebusch und Simon May traten beim Familiennachmittag als „Scharoun-Guide“ auf. Gemeinsam mit ihrem Schulfreund Ilker Pecker führten sie interessierte Besucher durch ihre ehemalige Schule.Simon erklärte den Teilnehmern den Hintergrund der großen runden Fenster: „Der Architekt Hans Scharoun wurde in Bremerhaven geboren, deswegen sollte das Fenster, das ihr hier hinter mir seht, für das Bullauge eines Schiffes stehe“, so Simon.

Die Scharounschule spielt auch für die Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft (CIAG) – zusammen mit der Jüdischen Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen – als Veranstalter des Abrahamsfestes eine besondere Rolle. „Die Scharounschule ist ein Ort für alle Generationen. Wir freuen uns sehr, dass wir durch die enge Zusammenarbeit mit den Leitern der Musik- und der Grundschule die Räume für uns nutzen können“, betont Beatrix Ries, eine der Sprecherinnen der CIAG-Steuerungsgruppe.

Mit eigenen Ständen waren beim Familienfest der Kinderschutzbund Marl, der Verein Kulturmäuse, das HOT Hülsberg, der Verein Friedensweg, die Eltern-Initiative Hüls-Süd, das Kunterbunte Chamäleon sowie die ESM (Ev. Stadtkirchengemeinde Marl) und der Jugendtreff WiLLmA der Friedenskirche vertreten. Bei WiLLmA durften sich die Kinder kreativ mit Zeitungsstäben in einem großen Gerüst verewigen.

Das Motto lautet „Kinder!Kinder“: Den Familien-Nachmittag gibt es schon seit Beginn der Abrahamsfeste. Doch da das diesjährige Fest unter dem Motto   „Kinder!Kinder“ steht, war es laut CIAG-Sprecherin Beatrix Ries besonders wichtig, speziell an diesem Tag an alle Erwachsenen zu appellieren, Kinder wertzuschätzen. „Kinder sind ein Geschenk. Es darf nicht sein, dass Kinder von der Grundsicherung leben müssen – auch nicht in Marl.“ Ries freut sich sehr darüber, dass der Schirmherr des diesjährigen 18.Abrahamsfestes Heinz Hilgers der Präsident des Kinderschutzbundes in Deutschland ist. „Wir sind sehr stolz, dass Heinz Hilgers sogar im Oktober in Marl über Kinderarmut und Kinderrechte aufklären wird“. Für die über  200 Besucher endet der Familien-Nachmittag mit einer Abschlussversammlung in der Aula der Scharounschule. Neben einem Auftritt der Band der Musikschule präsentierten die Teilnehmer der Tanz- und Roboterworkshops ihre Ergebnisse.

Quelle: Sina Dietz (Marler Zeitung, 25.9.2018)


Gedanken, Thesen zu "Bildungschancen für Kinder - Kinderarmut - Kinderrechte im Jahr 2018"

Liebe Freunde der Kinder, Jugendlichen und Familien hier in Marl,

ganz herzlich möchten wir Sie zu einem interessanten Abend mit Herrn Heinz Hilgers, dem Vorsitzenden des Deutschen Kinderschutzbundes, einladen.

Kommen Sie am 5. Oktober, 18.00-20.00 Uhr, zu uns, hören Sie die Gedanken, Thesen zu "Bildungschancen für Kinder - Kinderarmut - Kinderrechte im Jahr 2018" und diskutieren mit.

liebe Grüße

Beatrix Ries

(verantwortlich im Team, für die Öffentlichkeitsarbeit des 18. Abrahamsfestes Marl)

Hier die Einladung als PDF:

Download this file (ABF 2018 Hilgers 001.pdf)  ABF 2018 Hilgers 001.pdf


Eindrucksvoller Auftakt des 18. Abrahamsfestes in der Synagoge.

Foto: Sebastian Balint, Medienhaus Bauer

Zum Fotoalbum auf das Bild klicken

 

Religionen stehen eng beisammen

INNENSTADT. In der Synagoge wurde das 18. Abrahamsfest eröffnet. Es steht

unter dem Motto „Kinder, Kinder“. Sie glänzten mit ihren Aufführungen.

 

Mit einem lebhaften Fest wurde am Sonntagnachmittag das 18. Abrahamsfest in der Synagoge Recklinghausen eröffnet. Im Namen der Gemeinde hieß Dr. Mark Gutkin die Gäste in der voll besetzten Synagoge willkommen. Neben Vertretern aus Politik und Verwaltung waren auch Vertreter der drei großen Weltreligionen gekommen.

Der stellvertretende Landrat des Kreises Recklinghausen, Hilmar Claus, lobte das Abrahamsfest als wichtiges Zeichen für die Gemeinschaft der drei großen Religionen.

„Rechte versuchen derzeit, die Menschen in diesem Land gegeneinander aufzuhetzen“, so Claus „Dem müssen wir entschieden entgegentreten.“

„Kinder, Kinder“ ist das Motto des diesjährigen Abrahamsfestes. Und gleich die erste Darbietung ließ die Herzen der Gäste dahinschmelzen. Die jüdische Kindertanz- gruppe begeisterte das Publikum durchweg und erntete dafür tosenden Applaus.

Es folgte der Auftritt des Jüdischen Chores Herten/Recklinghausen. „Es handelt sich um sehr bekannte jüdische Lieder“, ließ die Chorleiterin das begeisterte Publikum wissen. Aus Marl war der Gospelchor Rainbow der Evangelischen Stadt-Kirchengemein- de gekommen, auch dessen Beiträge fanden großen An- klang. Viel Applaus erntete Amina (9) aus Mazedonien mit ihrem Liedbeitrag.

Den feierlichen Abschluss der Veranstaltung setzte aber Kantor Isaak Tourgman. Mit dem Blasen der Schofar (ein altes Musikinstrument aus dem Vorderen Orient) leitete er sein Schlussgebet ein, in- dem er dazu aufrief, ein jeder möge daran arbeiten, ein besserer Mensch zu sein. Nach dem gut 90-minütigen Programm lud die Gemeinde die Gäste zum Essen vor der Synagoge ein. Selbstgemachte israelische Köstlichkeiten, von Hummus bis zu Falafel, wurden angeboten. „Das hat der Isaac alles selbst gemacht“, wusste eine Besucherin zu berichten „Und ich sage Ihnen: Es ist köstlich.“ Widersprechen wollte dem niemand.

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Auftakt des 18. Abrahamsfestes in der Kreis-Synagoge in Recklinghausen.
Ansprache im Namen des Kreises Recklinghausen.

 

Stellv. Landrat Hilmar Claus

Rede zur Auftaktveranstaltung des 18. Abrahamsfestes

16.09.2017, Synagoge der jüd. Kultusgemeinde  Recklinghausen

 

Vor 220 Menschen aller Generationen kam die Begrüßungsrede vom Kreis RE sehr gut an: Sellvertretender Landrat Hilmar Claus (Castrop-Rauxel) sagte:

 

Sehr geehrter Herr Dr. Gutkin,

sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Glaubensgemeinschaften, liebe Mitglieder der Chöre,

meine Damen und Herren, liebe Kinder, ich freue mich sehr, heute hier zu sein und darf Ihnen die

herzlichsten Grüße des Kreises Recklinghausen zum  18. Abrahamsfest überbringen.

 

Das Abrahamsfest ist eine besondere Veranstaltung in unserer Region. Denn es ist ein gemeinsames Fest – von und für drei Religionen. Es zeigt, was Gemeinschaft leben heißt: Gegenseitiger Respekt, Toleranz, Verständigung und Akzeptanz, Begegnung und Frieden zwischen den Religionen und im Gemeinwesen.

Es ist gut und wichtig, dass wir gemeinsam feiern, dieses Zeichen setzen für die Gemeinschaft der Religionen,

das friedliche Miteinander von Juden, Muslimen und Christen. Denn wir alle fühlen uns hier zu Hause. Wir alle haben hier im Übergang vom Ruhrgebiet zum Münsterland unseren Lebensmittelpunkt, unsere Freunde und unser soziales Umfeld.

Blicken wir auf die aktuellen Ereignisse in Chemnitz - rechtsradikale Gruppierungen, die versuchen, die Menschen in diesem Land zu trennen, gegeneinander aufzuhetzen, Schuldige zu suchen - ist es umso wichtiger, dass wir zusammenstehen.

Religionsübergreifend Flagge zu zeigen und für das gemeinsame zu werben. Statt nach Unterschieden zu suchen, feiern wir die Gemeinsamkeiten.

Das soll die Botschaft sein.

 

Liebe Kinder,

schön, dass ihr alle Teil des diesjährigen Abrahamsfestes seid.

Redet miteinander, zeigt euch gegenseitig, was eure Religion ausmacht. Ich bin sicher, ihr findet viele Gemeinsamkeiten. Und seid bitte immer neugierig und offen für andere Religionen, Bräuche und Kulturen. Denn ihr seid es, die die Zukunft bestimmen.

Ich freue mich schon sehr auf „Gesang und Klang“, wie es in der Einladung heißt. Allen ein herzliches Dankeschön für Ihre heutigen Beiträge!

Vielen Dank an alle Veranstalter, Förderer, Kooperationspartner, Helferinnen und Helfer, die dieses 18. Abrahamsfest auf die Beine gestellt und unterstützt haben.

Ich wünsche Ihnen und Euch für heute, für die nächsten Tage und Monate ein fröhliches Abrahamsfest!

 


  1. Abrahamsfest Marl/Kreis Recklinghausen

www.Abrahamsfest-Marl.de                                                                                          10.Sept. 2018

Presseankündigung: Mit einem würdigen friedlichen Auftakt „Klänge und Töne“ beginnt das 18. Abrahamsfest Marl im Kreis Recklinghausen.

Das 18. Abrahamsfest mit dem diesjährigen Gesamtthema „Kinder!Kinder“ beginnt mit einem schönen festlichen Auftakt am Sonntag, 16. Sept. 2018 um 17 Uhr in der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen. Adresse: Am Polizeipräsidium 3, 45 657 Recklinghausen. Dem etwas einstündigen Programm mit dem Thema „Töne und Klänge“  in 6 musikalischen Kurzdarbietungen folgt eine Möglichkeit zu Gesprächen am koscheren Buffet.

Die 6 musikalischen Beiträge sind: Jüdische Kindertanzgruppe (Leitung Viktoria Umantseva),  Jüdischer Chor „Chag Sameach“(Leitung: Diana Zabyelina), Christlicher Ökumenischer Kinderchor St. Michael-„Gummibärenbande“- Paulus Marl (Leitung: Nicole Ahlert), Christlicher Erwachsenenchor „Rainbow Gospelchor“ Marl (Leitung: Charlotte Charlier), Muslimischer Kinder-Projektchor Marl (Leitung: Meryam Mona Lihedheb) ,Islamische Ilahi Grub der Fatih-Moschee (Leitung: Abdullah Özsoy). Abschließend stimmt Vorbeter Kantor Isaac Tourgman Segen und Gesang an und er lädt ein zum anschließenden Buffet. Die Begrüßung zum Auftakt hält Dr. Mark Gutkin, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen. Zwischen Auftritten spricht ein Vertreter des Kreises Recklinghausen ein Grußwort. Die Moderation liegt bei Darya Bondarenko (Jugendleiterin in der Jüdischen Gemeinde).

Anmeldungen sind nicht erforderlich. Bei Bedarf rücken wir zusammen. Die Veranstaltung ist entgeldfrei.

Die Veranstalter freuen sich auf ein weiteres interkulturelles, interreligiöses Ereignis. Jedes Abrahamsfest hat drei programmatische Leitbegriffe: „Begegnungen“. „Frieden in der Stadt“. „Rassismus überwinden.“  Die drei Abrahamitischen Religionen fördern hier das gute Miteinander, in diesem Jahr schon zum 18. Mal seit Herbst 2001. Der Termin des Auftaktes am 16.September liegt wenige Tage nach dem jüdischen Neujahrsfest „Rosh-ha-Shanah“ und nach dem Islamischen Neujahrtag „Muharram“.

Kontakte.

Jüdische Kultusgemeinde Kreis RE: 02361 – 15 136

Abrahamitisches Sprecherinnenteam 18.Abrahamsfest: Lilia Vishnevetska, Tel. 0163 481 29 23 /Beatrix Ries, Tel. 02365 – 674 50/Intisar Saif, Tel. 0176 72 27 88 39

Gez. Hartmut Dreier, Tel. 02365 – 4 20 76 

Plakat und Flyer als PDF

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Das 18. Abrahamsfest 2018 beginnt am Sonntag, 16. September 2018. Alle Veranstaltungen und Infos. 

Hier das Plakat und den Flyer als PDF

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MI 29.8.2018, 16.00 - 17.30 Uhr:Monatsplenum der Aktiven in der 
Scharounschule,Westfalenstr. 68 a, 45770 Marl-Drewer
In diesem Rahmen ab 16.15 Uhr Pressekonferenz Vorstellung des 18. 
Abrahamsfestes Marl Herbst/Winer 2018 

 

  1. Abrahamsfest 2018

www.abrahamsfest-marl.de                                                                                  22.8.2018

Basis- Infos für die Presse/Medien u.a.:

Das diesjährige 18. Abrahamsfest Marl hat das Gesamtthema „Kinder, Kinder!“ und beginnt am Sonntag 16.Sept. 2018 um 17 Uhr in der Synagoge in Recklinghausen. Es folgen bis zum Gastmahl im Rathaus Marl am Mittwoch 12. Dez. 2018 um 17 Uhr fünfundzwanzig  Veranstaltungen, Aktionen und Workshops mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen - mit allen Generationen. Zusätzlich behandeln 4 Projekte wichtige Themen mit vielen weiteren Terminen. - Seit dem 1. Abrahamsfest Marl im Herbst 2001 gilt als Zielsetzung: „Begegnungen! Frieden in der Stadt! Stadt ohne Rassismus!“.

Schirmherr des 18. Abrahamsfestes: Heinz Hilgers als Vorsitzender vom Kinderschutzbund in Deutschland (Remagen,Rhein). Er spricht und diskutiert am Freitag, 5. Okt. 2018, 18 Uhr im Pfarrheim St. Josef, Bergstr. 115, Marl zum Thema „Kinderarmut, Kinderrechte“.

Das Gesamtthema dieses 18. Abrahamsfestes lautet: „Kinder, Kinder!“. Sie stellen weltweit die Mehrheit der Menschheit; in unseren europäischen Gesellschaften, die offensichtlich „altern“, gilt auch das Wort: „Kinder sind unsere Zukunft!“. Die Abrahamsfeste in Marl sind wichtig in Zeiten von Abschottungen, Mauern (auch in Köpfen), im sog. "Kampf der Kulturen" (in Wirklichkeit: Kämpfe zwischen Extremisten, die Kulturen und Religionen missbrauchen)! Sie sind wichtig inmitten von Polarisierungen und Spaltungen in Gesellschaften bis hinein in Familien und Gemeinden! Sie bewirken Verbindungen vor Ort und in der Region: Es sind vertrauensbildende Projekte, die auch andern an anderen Orten in der Welt Mut machen! Gut nachbarschaft- liche Kooperationen sind wichtiger, als je zuvor – seit wir vor 18 Jahren im Jahre 2001 das 1. Abrahamsfest  begannen. Wir betreiben Friedensarbeit mit Sensibilität für unterschiedliche Religionen, Kulturen und Überlieferungen. Wir bewirken Verbindendes. Wir beweisen das Gegenteil vom Auseinanderdriften mit all seinen (auch politisch) schädlichen Wirkungen.

Wir erreichten im vorigen Jahr circa 3.000 Menschen, zwei Drittel Kinder und Jugendliche! In den Städten des Kreises Recklinghausen und darüber hinaus. Das Abrahamsfest Marl/Kreis Recklinghausen ist überregional bekannt. Unsere Homepage wird stark besucht.

  1. Auftakt und Abschluss: mit allen Generationen:

# Auftakt: (1.) Das 18. Abrahamsfest beginnt am Sonntag, 16. September 2018 um 17 Uhr in der Synagoge in Recklinghausen, mit einem einstündigen Konzert „Töne und Klänge“, in 6 Auftritten treten jeweils Kinder oder Erwachsene auf: die Jüdische Kindertanzgruppe (Leitung: Viktoria Umantseva) und der Jüdische Chor „Chag Sameach“ (Leitung: Diana Zabyelina). Der Christliche Ökumenische Kinder-Projektchor „Gummibärenbande“ (Leitung: Nicole Ahlert) mit einem 9-jährigen Pianisten (einem Flüchtlingskind aus Syrien) und der Gospelchor „Rainbow“ (Leitung: Charlotte Charlier). Der muslimische Kinder-Projektchor Friedensweg (Leitung Mona/ Meriam Lihedheb) und das Ensemble Say Ilahi Grub (Leitung: Abdullah Özsoy). Anschließend ist Raum und Zeit für viele Gespräche bei koscherer Bewirtung. Auch finanzielle Kooperation mit dem Abrahamischen Forum in Deutschland e.V. (Darmstadt).

# (2.) Ein Familien-Nachmittag für alle Generationen folgt am Sonntag, 23. September 2018, 14.30 - 17.30 Uhr in der Scharounschule, Westfalenstr. 68 a, 45770 Marl-Drewer. Diese Veranstaltung lockt in das wunderbare Gebäude der Scharounschule, mit Mitmach-Aktionen, Darbietungen, Infoständen, Gesprächsrunden und Buffet.

# Abschluss: Mittwoch 12. Dez.  2018, 17.00 – 20.00 Uhr im Rathaus Marl: Das 18. Abrahamsfest endet mit dem Gastmahl, mit interkulturellen Darbietungen, gemeinsamem Essen am Buffet, mit allen Generationen, Kulturen und Religionen. Ein inzwischen „legendärer“ Abend, im vergangenen Jahr mit 300 Menschen aus allen Generationen, u.a. mit geflüchteten Menschen unterschiedlicher Kontinente. Auch finanzielle Kooperation mit der Engel Stiftung Marl.

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  1. Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen des 18. Abrhamsfestes bewegt Kinder und Heranwachsende, an ihren unterschiedlichen Lebensorten.

# Kinder aus Kirchen und Moscheen besuchen sich in ihren Stadtteilen: zu Terminen nach Absprachen.

# Viermal nachmittags: „Kinder erleben Filme zu Themen, die Kinder auf der ganzen Welt bewegen, dazu Pizza essen und miteinander reden“:

Freitag, 14. September 2018 um 16 Uhr auf Einladung vom Ernst-Reuter-Haus, Sperberweg3, 45772 Marl-Hamm.

Sonntag, 18. November 2018, 15 Uhr: auf Einladung vom Jüdischen Kinder-Jugendclub Agada der Synagoge in Recklinghausen

Freitag, 30. November 2018, 16 Uhr: auf Einladung ins Pfarrheim St.Josef, Bergstr. 115, 45770 Marl-Drewer

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 16 Uhr: auf Einladung ins  Jugendkulturzentrum KBC „Kunterbuntes Chamäleon“ an der Martin Luther King Schule, G.Herwegh Str,, 45772 Marl-Hüls.

# In den Herbstferien: Freitag, 19.Oktober 2018, 13.30 – 15 Uhr: Besuch im Medienhaus Bauer: Redaktion Panda&Ogi und Zeitungsdruck (begrenzte Teilnehmerzahl für Kinder von 8 bis 10 Jahren, nach vorheriger Anmeldung in kooperierenden Einrichtungen bis Mitte Okt. )

# Im Abraham Haus (Karl Liebknechtstr.10, 45770 Marl-Drewer): Kreativ sein, einen Halb-Tag lang intensiv erfahren und lernen zwischen 5. und 9. November 2018: jeweils vormittags von 9 – 12 Uhr  oder nachmittags von 13 – 15.30 Uhr, Kinder aus 6 Grundschulen unter dem Motto „Judentum, Christentum und Islam – zum Anfassen“. Immer wieder fragen sie beim Weggehen, ob sie morgen wieder kommen können.

# Freitag, 16. November 2018, von 10 – 12.30 Uhr sind Grundschulen in der Familien-Bibliothek „Türmchen“ (Eduard Weitsch Weg 13 am Marler Rathaus) und lassen sich faszinieren von Helga Ahlerts neuer Fabel „Das kleine Nichts“ – was dachte, es wäre nichts! (vorherige Anmeldung bis Mitte Okt).

# Nach dem großen Erfolg im vorigen Jahr:  Jugendliche erklären jüngeren SchülerInnen ihre Gotteshäuser: Zwei Rundreisen: am Mittwoch 14 .November von 10.30 – 16 Uhr ist die Martin Luther King Schule mit 25 SchülerInnen und Lehrkräften unterwegs: zuerst um 10.30 Uhr in der Pauluskirche, dann um 12.10 Uhr in der Fatih-Moschee  und schließlich um 15 Uhr in der Synagoge in RE. Am Mittwoch 28. November 2018  ist die Willy Brandt Gesamtschule mit 25 SchülerInnen unterwegs: 10.30 Uhr in St.Georg, 12.10 Uhr  in der Fatih-Moschee und 15 Uhr in der Synagoge in RE. Jeweils ältere Jugendliche wirken als „guides“ in ihrem jeweiligen Gotteshaus.

# Dienstag, 20. November 2018, 11 – 12.30 Uhr: „Kino echt anders“. Ausgewählte Kurzfilme erleben 3. und 4. Klassen aus drei Grundschulen im Grimme-Institut, Eduard Weitsch Weg 25, 45768 Marl-Mitte.

3: Dazu kommen spannende Veranstaltungen mit Erwachsenen (und älteren Jugendlichen):

# Freitag, 5. Oktober 2018, 18.00 – 20.00 Uhr: Auf Einladung und in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Marl: Heinz Hilgers als Schirmherr des 18. Abrahamsfestes und als Vorsitzender vom Kinderschutzbund in Deutschland (Remagen, Rhein) spricht und diskutiert zum Thema „Kinderarmut, Kinderrechte“. Ort: Pfarrheim St. Josef, Bergstr. 115, 45770 Marl. Rahmenprogramm mit Schule und Profis

# Mittwoch 7. November 2018, 15 – 17 Uhr: Heinrich Bücker und Musikgruppe SOMA (Sylvia Gräber, Jörg Schneider): „Abraham und Sarah – eine Liebesbeziehung?“ im Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche, Römerstr. 59, 45772 Marl-Hüls, in Kooperation mit der Ev. Frauenhife Hüls und der kath. Frauengemeinschaft Herz Jesu/St.Franziskus).

# Dienstag, 27. November 2018, 18 – 20.30 Uhr: In Kooperation mit der VHS „die insel“ spricht der auch international geschätzte Prof. Dr. Milad Karimi (Zentrum für Islamische Theologie der Uni Münster/Westf): „Eure Kinder sind nicht eure Kinder – was heißt es, Kinder Abrahams zu sein?“. Mit musikalischem Begleitprogramm - Ort: Friedensweg e.V., Wiesenstr. 22, 45770 Marl-Drewer, Zugang über Karl-Liebknecht Str).

# Sonntag, 15. Dezember 2018, 14.30 – 16 Uhr: „Jüngere fragen, Ältere erzählen – unsere Kindheit“. Ein selbst hergestellter Dokumentarfilm wird von Jugendlichen, Studierenden der Yunus Emre Moschee, Sickingmühlerstr. 100 B, 45768 Marl-Brassert gezeigt und diskutiert

4: Über einen längeren Zeitraum arbeiten Heranwachsende und Erwachsene an folgenden 4 Projekten: Ergebnisse werden öffentlich vorgestellt:

# Projekt 1: Ab November beschäftigen sich Schulen und Jugendzentren in „Kreativen Workshops“ zu Abrahamsgeschichten, für eigene Aufführungen und für den Auftritt beim Gastmahl zum Abschluss vom 18. Abrahamsfest am MI 12.Dez. von 17 – 20 Uhr im Rathaus Marl. Kontakt: Günter Tewes, Tel. 02365 – 69 11 26

# Projekt 2: In der Yunus Emre Moschee, Haardstr. 2, Marl-Brassert drehen Jugendliche und Studierende den (3.) Dokumentarfilm: „Jüngere fragen, Ältere erzählen – unsere Kindheit“. Öffentliche Aufführungen schon gekürzt  beim Familiennachmittag und komplett am SO 15. Dez. 2018, 14.30 Uhr. Kontakt: Hasibe Koc, Tel. 0157 551 73 555

# Projekt 3: Matroschka-Holzfiguren werden in etlichen Gemeinden und Einrichtungen gestaltet und bei allerlei Anlässen auch öffentlich präsentiert. Die Holzrohlinge sind von Jugendlichen mit Behinderungen handwerklich hergestellt. Wie sie farbig gestaltet werden, zeigt Typisches und Verbindendes aus der Menschheitsfamilie vielfältiger Kulturen und Religionen. Kontakt: A. und N. Koschuhowski, Tel. 0157 572 12 754

# Projekt 4: Abrahamhaus und Interkulturelle Trainings mit ehrenamtlichen Jugend-MitarbeiterInnen. Kontakt: J.Flachmeier, tel. 0151 174 66 885 ___________________________________________________________________

Weiter ist uns wichtig:

Veranstalter seit 2001: CIAG Marl - Die Christlich—Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl in Kooperation mit den Kirchen und Moscheen in Marl, mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat Marl und der Stadt Marl. In diesem Jahr besonderer Kooperationspartner: Deutscher Kinderschutzbund Marl.- Dazu kommen 60 lokale, regionale und bundesweite Kooperationspartner.

Dank an die finanziellen Förderer auch des 18. Abrahamsfests: Stadt Marl, Land NRW: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, Bistum Münster, Engel Stiftung Marl, Ev. Kirche von Westfalen, GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW, Sparkasse Vest Recklinghausen, Volksbank Marl-Recklinghausen. Das Abrahamische Forum in Deutschland e.V. (Sitz: Darmstadt) fördert den Auftakt (mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern, Berlin).

Was sind die „Kochrezepte“ im Gelingen des Abrahamsfestes?   Aktualität ohne Scheuklappen, Vernetzung und Kooperation, Ehrenamtlichkeit bei den Verantwortlichen, gleiche Augenhöhe und Respekt vor einander, Neugier auf Kommendes, zeitgemäßes Interesse an den „Großen Erzählungen“ zum Beispiel zu Abraham/Ibrahim, im gemeinsamen Welt-Kulturerbe - dank der drei Buch-Religionen Judentum (Thora), Christentum (Bibel), Islam (Koran).

Teilnahme an allen Veranstaltungen und Projekten: endgeldfrei, kostenlos.

Kontakt, siehe Homepage: Abrahamsfest-Marl.de, Abrahamshaus-Marl.de, dort sind die Verantwortlichen und ihre Kontaktdaten genannt. Sie treffen sich monatlich als Plenum, nach außen vertritt sie seit Sommer 2018 das Abrahamitische Team: Lilia Vishnevetska, Beatrix Ries, Intisar Saif.


Rolf Abrahamsohn, Schirmherr beim 16. Abrahamsfest Marl in 2016, erzählt
Jugendlichen von seiner Jugend im NS-Faschismus.

Rolf Abrahamsohn besuchte im Juni 2018 eine Klasse in der
Jahrgangsstufe 9 der Willy Brandt Gesamtschule Marl und berichtete von
seinen Schrecken als kindlicher und jugendlicher Jude bei der Verfolgung
im NS-Faschismus. In der Schule entstand der hier folgende Bericht.
Verantwortliche Lehrerin: Annika Rottwinkel, Schulleiter:Theo Sylla
(Lesetipp: Rolf Abrahamsohn: "Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist?"
Lebensstationen 1925 - 2010, Hg. Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte und
Jüdisches Museum Westfalen, Ingrid Wölk und Norbert Reichling. Essen:
Klartext Verlag 2010 - vergriffen, Nachdruck möglich).

Die Willy-Brandt- Gesamtschule spendet einen Baum gegen das Vergessen

Der Holocaust-Überlebende Rolf Abrahamsohn zu Gast an der Willy-Brandt-Gesamtschule Marl

„Es ist bewundernswert, dass er bei all den schrecklichen Ereignissen, die er erlebt hat, seinen Humor nicht verloren hat.“ So lässt sich eine bespielhafte Reaktion der Schülerinnen und Schüler der 9C der Willy-Brandt-Gesamtschule Marl nach ihrem Gespräch mit Rolf Abrahamsohn, dem letzten Holocaust-Überlebenden des Vestischen Kreises, beschreiben. Für die Jugendlichen von heute sind seine Erlebnisse unvorstellbar und unbegreiflich. Fassungslosigkeit herrscht unter den Heranwachsenden.

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Nationalsozialismus und Holocaust“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangstufe nicht nur mit Darstellungstexten und Quellen aus den Geschichtsbüchern, sondern auch mit regionalen Schicksalen aus dieser Zeit. So folgte Rolf Abrahamsohn der Einladung anlässlich dieser Unterrichtseinheit und sprach über seine erschreckende Marter. Schließlich ist es besonders in der heutigen Zeit wichtig, dass den Schülerinnen und Schülern bewusst wird, dass Diskriminierung, Intoleranz und Vorurteile keinen Platz in der Gesellschaft finden dürfen. Vielmehr sollte die Vielfalt der Kulturen als Chance begriffen werden.  

Gebannt und fassungslos hören die Schülerinnen und Schüler der 9C Rolf Abrahamsohn zu, der mit seiner leisen und ruhigen Stimme bei den jungen Leuten eine Sprachlosigkeit hervorruft, die man im Schullalltag so nur selten erlebt. Die Jugendlichen können nicht glauben, was dieser Mann in ihrem Alter erleiden musste.

So erlebte er, wie sein Elternhaus in der Loestraße in Marl am 9. November 1938 angezündet und sein Vater von SA-Leuten zusammengeschlagen wurde. Außerdem musste sich seine Familie trennen, so flüchteten sein Vater und sein Bruder nach Belgien. Für Abrahamsohn und den Rest der Familie fehlte für eine Flucht genügend Geld. Ebenso musste er erleben, wie sein jüngerer Bruder an Diphterie starb, da den jüdischen Jungen kein Arzt mehr behandeln wollte. Vor den Schülern erklärt Herr Abrahamsohn, dass diese Krankheit im Nachhinein auch seine guten Seiten hatte, da er nun wenigstens seinen Bruder auf dem Friedhof besuchen kann. Bestürzt und entsetzt nehmen die Teenager dies zur Kenntnis. Welche Qualen muss ein Mensch erleiden, um einen solchen Gedanken zu entwickeln?

Im Januar 1942 kommt er ins Ghetto von Riga, anschließend wurde er in das dortige KZ Kaiserwald deportiert. Die Schüler erfahren dabei mit Schrecken, dass Abrahamsohn dort auch seine Mutter verliert. Seine einzige Hoffnung, Vater und Bruder wiedersehen zu können, hält ihn am Leben. Hätte er geahnt, dass zu diesem Zeitpunkt beide bereits in Ausschwitz vergast worden sind, hätte er nicht weiterleben wollen.

Weiterhin berichtet er den Jugendlichen über die Konzentrationslager, die er überlebt hat. So war er im KZ Stutthoff bei Danzig, zudem in einem der größten Konzentrationslager, Buchenwald. Als eines der grausamsten KZs beschreibt Abrahamsohn das Außenlager Bochum. Dort musste er Blindgänger-Bomben zur Entschärfung freilegen. Lucy, eine Schülerin, möchte wissen, welche Empfindungen und Gefühle er in den Konzentrationslagern hatte. Ganz knapp antwortet Herr Abrahamsohn: „Wir haben nichts mehr gefühlt.“ Für uns ist es unvorstellbar, was ein Mensch durchmachen muss, sodass er nichts mehr fühlt.

Der 93jährige erzählt weiter vom Tag seiner Befreiung. So wurden sie in verschlossenen Waggons über Dachau in das Konzentrationslager Theresienstadt (heutiges Tschechien) gebracht. Unterwegs hatte der Zug einmal angehalten; wer noch konnte kletterte raus, als die Waggontüren von außen geöffnet wurden, Rolf Abrahamssohn wurde von anderen Juden, die ihn dabei erkannten, auf einen offenen Waggon geholt. So konnte auch er, im Unterschied zu den Menschen in den verschlossenen Waggons, letztendlich mithilfe der Roten Armee der Gefangenschaft und dem Todesschicksal entkommen.

Besonderes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler für seine Rückkehr nach Marl. So möchte Nele wissen, ob er sich schnell wieder in Marl eingelebt hat. Herr Abrahamsohn beschreibt die Rückkehr als äußerst problematisch. „Ich konnte nicht in die Gesichter der Menschen schauen!“ Aber was hat ihn dazu veranlasst, trotzdem in Marl zu bleiben? Er erklärt, dass die Liebe zu seiner Frau ihn schließlich dazu bewegte, in Deutschland zu bleiben, da diese ihre Mutter nicht alleine zurücklassen wollte.

Maja möchte wissen, ob es ihm schwer fällt über die vergangene Zeit zu berichten. Daraufhin erläutert Rolf Abrahamsohn: „Es ist immer noch sehr schwierig für mich, darüber zu sprechen. Die Erinnerungen kommen dadurch immer zurück. So konnte ich letzte Nacht kaum schlafen, da ich innerlich so aufgeregt war. Aber es ist so wichtig, dass man den Jugendlichen deutlich macht, dass wir Juden keine schlechteren Menschen sind. Wenn das nur bei einer Schülerin oder einem Schüler ankommt, habe ich schon etwas bewegt und viel erreicht.“ In den Gesichtern der Jugendlichen wird deutlich, dass er durch seinen Besuch viel mehr erreicht hat.

Zum Abschluss des Gesprächs erzählt Rolf Abrahamsohn von seinem Wald in Israel, den er für seine Familie gepflanzt hat. Bewegt durch sein Schicksal und als Zeichen der Unterstützung dieses Symbols für die Bedeutsamkeit eines friedlichen und respektvollen Zusammenlebens der Kulturen, beschließen die Schülerinnen und Schüler sofort, dass auch sie diesen Wald unterstützen möchten. So trägt auch die Willy-Brandt-Gesamtschule dazu bei, dass der Wald immer größer wird und spendet in Gedenken an Abrahamsohns Eltern und Geschwister einen Baum.

 


Das 18. Abrahamsfest Herbst und Winter 2018 beginnt im September 2018:

Es hat als Gesamtthema „Kinder!Kinder“ .Schirmherr: Heinz Hilgers (Präsident vom Kinderschutzbund in Deutschland).

Alle Veranstaltungen sind eintrittsfrei.  Teilnahme ohne Voranmeldung.

Auftakt: Sonntag, 16. September 2018 um 17 Uhr in der Synagoge in Recklinghausen (Am Polizeipräsidium 3).Es wirken mit Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus den drei Religionen: Jüdisch: der gemischte Chor „Chag Sameach“ der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, Leitung: Diana Zabyelina. Christlich: Der Ökumenische Kinderchor St. Michael/“Gummibärenbande“ Paulus, Leitung: Nicole Ahlert. Sowie der christliche „Rainbow“-Gospelchor  der ESM ,Leitung: Charlotte Charlier. Islamisch: Der muslimische Kinderchor Friedensweg, Leitung: Mona Miriyam Lihehdheb und der Instrumentalkreis Ilahi Grub der Fatih-Moschee Marl,Leitung Abdullah Özsay. Nach dem Konzert wird zu einem koscheren Buffet für viele Gespräche eingeladen.Ende vom ganzen: 19 Uhr. Kooperationspartner: Abrahamisches Forum in Deutschland e.V. (Sitz: Darmstadt).  .

Als eine Art zweiter Auftakt in Marl folgt eine Woche später der Familien-Nachmittag am Sonntag, 23. Sept.2018, 14.30 – 17.30 Uhr in der Scharounschule Marl, Westfalenstr. 68 a, Marl-Drewer: Infostände, Mitmach-Aktionen, Darbietungen, Kinder führen Kinder durch das Gebäude, Diskussionsrunden, Buffet mit Begegnungen, Workshops und Abschlussplenum in der Aula.

Kinder versammeln sich und laden in ihre Lebensorte ein: Wechselseitige Besuche zwischen Moscheen und Kirchen beginnen. Die Termine Pizza & Filme mit Jugendlichen an wechselnden Orten stehen noch nicht endgültig fest. Kinder und Jugendliche in der Yunus Emre Moschee befragen Ältere über ihre Kindheit in der Türkei und ihre Einwanderung hierher und produzieren dazu einen Film. Kinder und Jugendliche gestalten unterschiedlich große Holzfiguren in „typischen“ Darstellungen und Farben – das sog. Matroschka-Projekt für Ausstellungen bei Veranstaltungen. Interkulturelle Trainings mit ehrenamtlichen Jugendlichen finden in Verabredung mit Jens Flachmeier statt (Tel. 30 90 568)

Wie jedes Abrahamsfest  seit dem ersten in 2001 sind die Veranstalter: die CIAG Marl Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl in Kooperation mit den Kirchen und Moscheen in Marl, mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat und der Stadt Marl. Dazu kommen rund 60 weitere Kooperationspartner – lokal, regional, bundesweit. Wir danken auch für die finanzielle Förderung durch: Stadt Marl, Land NRW (Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW), Bistum Münster, Ev. Kirche von Westfalen, GEW NRW, Sparkasse Vest Recklinghausen, Volksbank Marl-Recklinghausen und die Engel-Stiftung Marl (beim abschließenden Gastmahl am MI 12.Dez. 2018, 17 – 20 Uhr im Rathaus).

Kontakte und aktuelle Infos: Plakate, Flyer, Presse und homepage: Abrahamsfest-Marl.de


  1. Abrahamsfest Marl               Planungsstand 30.5.2018

www.abrahamsfest – marl.de

Thema: „Kinder!Kinder“.           Schirmherr:Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes in Deutschland

(1.) Alle Generationen:

1.a) Auftakt  SO 16. Sept. 17 – 19 Uhr, Synagoge im Kreis Recklinghausen, Am Polizeipräsidium 3, 45 657 Recklinghausen. Konzert mit Gesängen und Klängen der Generationen. Anschließend Begegnungen am Buffet

1.b) SO 23.Sept. 14.30 – 17.30 Uhr. Familien-Nachmittag in Marl: Scharounschule, Westfalenstr. 68 a, 45770 Marl-Drewer:  Infostände, Mitmach-Aktionen, Darbietungen, Buffet mit Begegnungen

1.c) MI 12. Dez. 2018, 17 – 20 Uhr, Rathaus Marl: Gastmahl zum Abschluss des 18. Abrahamsfestes, Interkulturelle Darbietungen von Kindern, gemeinsames Essen, Aktionen

(2.) Kinder: in ihren Lebensorten, in Gemeinden/Schulen/Stadttteilzentren:

2 a) Wechselseitige Besuche Kinder Moscheen/Kirchen: Termine nach Vereinbarung. In Kirchen und Moscheen

2 b) Pizza und Filme: „Kinder!“. Termine und Orte noch offen

2 c) FR 19. Okt. 2018, 13.30 – 15.00 Uhr: Besuch im Medienhaus Bauer: Redaktion Panda&Ogi und Zeitungsdruck: Begrenzte Teilnahmezahl für Kinder im Alter von 8 – 10 Jahren, nur nach vorheriger Anmeldung in kooperierenden Einrichtungen bis Mitte Okt. 2018:

2 d) 5. bis 9. Nov. 2018; vormittags und nachmittags: Abraham-Haus. Kreative Rollenspiele mit 6 Grundschulen und OGS: „Wie Juden, Christen, Muslime leben und feiern“.

 2 e) FR 16. Nov. 2018, 11.00 – 12.30 Uhr: Kinder-/Jugend-/Familienbücherei „Türmchen“, Eduard Weitsch Weg am Rathaus: Kreative Variationen in sprachlicher Vielfalt  um die neue Fabel „Das Kleine Nichts“ von Helga Ahlert

2 f #) MI 14. Nov. 2018, 10.30 – 16.30 Uhr. Jugendliche erklären Kindern ihr Gotteshaus I , mit der Martin Luther King Schule, Rundreise: um 10.30 Uhr: Pauluskirche, um  12.10 Uhr: Fatih-Moschee, 15 Uhr:  Synagoge in RE.

2 f# ) MI 28. Nov. 10.30 – 16.30 Uhr, Jugendliche erklären Kindern ihr Gotteshaus I I, mit der Willy Brandt Gesamtschule, Rundreise: um 10.30 Uhr:  St.Georg,um 12.10 Uhr Fatih-Moschee, 15 Uhr: Synagoge in RE.

2.g) DI 20. Nov. 11.00 – 12.30 Uhr, Grimme-Institut Marl, Eduard Weitsch Weg 25, „Kino echt anders“. Kurzfilme mit 3 Grundschulen (3/4.Klassen).

(3.) Erwachsene:

3 a) FR 5. Okt. 18.00 – 20.00 Uhr:Heinz Hilgers (Schirmherr 18. Abrahamsfest, Vorsitzender Kinderschutzbund Deutschland): „Kinderarmut, Kinderrechte“ (Arbeitsthema).   Ort: Gemeindehaus der Kulturen, Römerstr 59,. 45772 Marl-Hüls

3 b) DI 27. Nov. 2018, 18.00 – 20.30 Uhr, Friedensweg e.V., Wiesenstr. 22, 45770 Marl-Drewer: Prof. Dr. Milad Karimi (Münster/Zentrum für Islamische Theologie): 20.30 Uhr. „Eure Kinder sind nicht eure Kinder – was heißt es, Kinder Abrahams zu sein?“ – mit Begleitprogramm um die Bambusflöte

(4.) Projekte (zahlreiche Absprachen im Arbeitsprozess, Präsentation am….):

4a) „Kreative Workshops“ in Schulen und Vereinen, z.B. zu „Abraham“, u.a. für das Gastmahl zum Abrahamsfest am 12.12.18. Kontakt: G.Tewes, Tel. Marl 69 11 26.

4 b) „Jüngere fragen/ Ältere erzählen“: x.Dez. 2018, ……Uhrzeit,Yunus Emre Moschee, Sickingstr/Haaerdstr, 45768 Marl-Brassert:  Öffentliche Vorführung unseres Dokumentarfilms Nr. 3  „Unsere Kindheit“ im Dez. 2018.

4 c) „Matruschka/Holzfiguren gestalten“ an verschiedenen Orten in Marl werden unterschiedlich große Holzfiguren  „typisch“ bemalt. Öffentliche Präsentationen bei allerlei Anlässen. Kontakt: A. und N. Koschuhowski, Tel. 0157 572 127 54

4 d) „Interkulturelle Trainings“ mit ehrenamtlichen JugendmitarbeiterInnen:Kontakt: J.Flachmeier, Tel. Marl 30 90 568.

 


  1. Abrahamsfest 2018

Mögliche Motive und Themen aus Bibel und Koran zu Abraham/Ibrahim:Mit dieser Liste arbeiten Schulen und Kinder-/Jugendeinrichtungen z.B. bei Kreativen Workshops zu Abrahamsgeschichten

  • Protest gegen eine Arroganz der Macht „a la Babel“ in Ur, mit der Folge: Auswanderung aus Ur in Chaldäa: Menschen wie der junge Abraham mit seiner Familie verlassen die Heimat „aus Gewissensgründen“: damals aus Protest gegen die Arroganz der Macht, wie sie sich ausdrückt in großmächtiger Stadtpolitik a la „Babel“/“Turmbau zu Babel“; die damalige Großstadt Ur muss so ein Typ Stadt gewesen sein wie das sprichwörtliche Babel. Sie brechen auf  ins Ungewisse (Bibel) – wie Menschen zur Auswanderung – heute
  • Götzenanbetung in Haran: Menschen schaffen sich aus Holz und Ton Götzengestalten und betreiben kultische Anbetung und entwickeln damit blühende Geschäfte (Devotionalien-Handel und Pilger-Herbergen-Tourismus); Abraham tritt dagegen öffentlich auf und bestreitet diese Götzen-Kult-Wirtschaft  (Koran); er entzieht damit der Stadt Haran eine wichtige, auch  wirtschaftliche Basis. Was ist heute „Götzenkult“: woran hängen wir heute unser Herz? Was sind heute letzte, nicht hinterfragbare Wahrheiten (z.B. Strukturanpassungsmaßnahmen des IWF?). „There is No Alternative“…
  • Rettung/Flucht  aus Haran/Urfa: es kommt zur dramatischen Krise, nachdem Abraham  die Götzenanbetung/Götzen-Kult-Wirtschaft anprangert. Er wird vom dortigen König Nimrod zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt; durch wunderbare Löschung des Feuers und Befreiung  kann er entkommen, weil eine Quelle  plötzlich aufbricht, Wasser aus der Erde sprüht und ein Engel  Abrahams Fesseln löst (Koran)
  • Abraham und seine schöne Frau Sarah in Ägypten: der dortige Pharao will Sarah zu seiner Frau haben und Abraham tut so, als sei sie seine Schwester; d.h.er lässt sie aus Angst um sein Leben gehen, bis der Pharao es merkt und Abraham deswegen zur Rede stellt (Bibel)
  • „Patchwork-Familie“: Abraham  - ein verheirateter Mann/ein Vater in der Falle der Eifersucht zwischen zwei Frauen (Sarah und Hagar; Sarah ist eifersüchtig auf Hagar)  und ihren 2 Kindern (Ismael und Isaak, es kommt zu Streit zwischen den beiden); Eifersucht, Streit und Vertreibung in die Wüste und Todesgefahr der einen Frau (Hagar) und  des einen Kindes (Ismael) (Bibel, Koran). Sie kommen nach Mekka  (Koran)
  • Was heißt „Opferung“? Was heißt „Gehorsamsprüfung“? Jedenfalls: Der Sohn soll nicht getötet werden! Mit andern Worten und vom Ende her verstanden bedeutet diese wohl bekannteste und „gruselige“  Abraham-Geschichte: Kein Mensch soll mehr getötet werden! (in der Bibel ist es Isaak, im Koran ist es Ismael)
  • Melchisedek und Abraham schließen einen Freundschafts-/Friedens-Vertrag und vermeiden Krieg und Blutvergießen, sie feiern ein großes Freundschaftsmahl – mitten im Kontext wirrer Kriege, mit ihren Toten und Ruinen (Bibel)
  • Abraham besucht auch weiterhin Hagar und Ismael in Mekka und ist an der Errichtung der Kaaba in Mekka beteiligt (Koran)
  • „Happy End“: Die beiden „Halb-Brüder“ Ismael und Isaak kommen nach langen Jahrzehnten wieder zusammen und beerdigen gemeinsam ihren Vater Abraham in Hebron; Abraham heiratet ein 2. Mal: Ketura;  nach einer Auslegungstradition im Judentum und Islam ist Ketura identisch mit Hagar (Bibel)

 

Dieses ist eine Liste mit Ideen und Vorschlägen -  zur Auswahl. Die Inszenierungen müssen nicht im engen Sinn an den biblischen-koranischen Texten anschließen. Diese können auch als inspirierender Hintergrund genommen werden für sehr aktuelle Gestaltung und moderne Inszenierung.

Wir sind davon überzeugt: Die Abrahams-Geschichten – in den Heiligen Schriften von Judentum, Christentum, Islam - gehören zu den „Großen Erzählungen“ der Welt-Literatur, zur Erbschaft der Menschheit.   

(Quelle: jährliches Abrahamsfest Marl: Brief an Schulen und Jugend-Kultur-Zentren als Einladung zur Teilnahme mit eigenen kreativen Inszenierungen, mit allen kulturellen Künsten.)

 


17. Abrahamsfest Marl 28. Feb. 2018

Sachbericht:

  1. Abrahamsfest Marl/Kreis Recklinghausen: Herbst/Winter 2017

Thema: Umbrüche. Aufbrüche

Schirmfrau: Christel Neudeck (Troisdorf bei Bonn, zusammen mit Rupert Neudeck (posthum) Trägerin des Staatspreises NRW 2016)

 

  1. Thema, Kontexte, Träger, Dank:

Dieser Sachbericht behandelt das 17. Abrahamsfest Marl (Kreis Recklinghausen); es fand im Herbst /Winter 2017 statt: Zum 17. Marl seit Herbst 2001 veranstaltete die Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl zusammen mit den Kirchen und Moscheen in Marl, mit der Jüdischen Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat und der Stadt Marl das (jährliche) „Abrahamsfest Marl“. Hinzu kamen rund 60 thematische Kooperationspartner am Ort, in der Region und bundesweit. Es ist seit Anfang an ein ehrenamtlich durchgeführtes Projekt für ein friedliches Miteinander, für Nachbarschaft in Respekt, wechselseitiger Anerkennung  und im gemeinsamen Handeln. Es versteht sich als Projekt der Hoffnung – zumal in diesen sehr spannungsreichen Zeiten in der heutigen Welt. Es wird vielfältig gefördert  und genießt hohe Anerkennung.

Den Gesamten Sachbericht hier als PDF

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Plakat 17. Abrahamsfest

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Flyer 17. Abrahamsfest

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Sachbericht 16. Abrahamsfest

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